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Gemeinsam für den Wald der Zukunft

Pressemitteilung, Oberallgäu, 10. Juni 2022, Zu Gast in den Trogener Plenterwäldern

Bei einem zweistündigen Waldbegang mit Vertretern der Waldbesitzervereinigung Westallgäu, des Marktes Weiler-Simmerberg und den zuständigen Förstern des Amts für Ernährung Landwirtschaft und Forsten (AELF) Kempten machten sich Thomas Gehring, MdL und Hans Urban, forst- und jagpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion ein Bild von den Westallgäuer Plenterwäldern.
Hans Urban, der sich derzeit auf einer „Tour durch Bayerische Wälder“ befindet, stellte fest: „Die Plenterwälder sind in der Tat hinsichtlich Baumartenzusammensetzung, Altersstruktur und Schichtung besonders. Hier wächst gesunder, stabiler und qualitativ hochwertiger Wald, der sich selbst verjüngt und aufgrund seiner Vielfältigkeit auch zukünftig in der Lage sein wird, die vielfältigen Ansprüche, die an ihn gestellt werden, zu erfüllen. Klimaschutz, Naturschutz, Holznutzung, Erholung, all das ist hier möglich.“ Vor Ort im Wald konnte gezeigt werden, dass dafür die seit Jahrzehnten durch die Waldbesitzenden praktizierte sogenannte Plenterwaldbewirtschaftung verantwortlich ist: Nur einzelstammweise werden hier Bäume genutzt, Licht- und Schattensituationen werden gezielt geschaffen, um optimale Bedingungen für nachwachsende Verjüngungspflanzen zu schaffen. „Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Weißtanne. Die Tannenverjüngung ist unser Indikator, ob das, was waldbaulich und jagdlich passiert, auch richtig ist“, so Peter Freytag, Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung (WBV) Westallgäu. „Nur wenn Weißtannen aufwachsen können, ohne von Rehen verbissen zu werden, können wir hier den Wald stabil weiterentwickeln, gerade im Hinblick auf den Klimawandel,“ ergänzte der zuständige Revierförster Marcus Fischer, der zahlreiche Positivbeispiele der Naturverjüngung vor Ort zeigen konnte.
„Die Bevölkerung und auch die Waldbesitzenden haben oft sehr unterschiedliche Interessen am Wald. Ihnen verständlich zu machen, dass zur Erfüllung aller Waldfunktionen die Wälder auch weiterhin aktiv bewirtschaftet und bejagt werden müssen, ist tagtägliches Geschäft unserer Förster*innen,“ so Simon Östreicher, Bereichsleiter Forsten des AELF Kempten.

Handwerk in Bayern stärken – GRÜN PACKT AN

Pressemitteilung, Oberallgäu, 02. Juni 2022, Der Allgäuer Landtagsabgeordnete Thomas Gehring, Bündnis 90 / Die Grünen stieg mit Norbert Burkart, Inhaber der Firma „Elektro Burkart – Neue Energien Allgäu“ aufs Dach und half beim Montieren von Solarpanels.
„Die Energiewende kann nur gelingen, wenn die Solarmodule auf die Hausdächer kommen und dort fachgerecht montiert werden,“ so der grüne Abgeordnete Thomas Gehring. Er habe bei der Aktion viel über die handwerklichen und auch planerischen Anforderungen an den Beruf des Energieelektronikers gelernt. Man müsse die komplexe Steuerung der Solaranlagen für den Eigenverbrauch und die Einspeisung ins Netz beherrschen und viel über PV Anlagen wissen. „Ein großes Thema ist hier auch die Sektorenkupplung so z.B. die Einbindung von Wallboxen/E-Ladestationen oder Heizungsanlagen in das PV-System,“ erklärte Norbert Burkart und ergänzt: „Wir können individuelle Konzepte für jedes Haus erarbeiten und Kundinnen und Kunden vor Ort dann auch kompetent beraten“.
Das Handwerk in Bayern leiste, so Gehring, einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, trage zur ökologischen Modernisierung Deutschlands bei und stärke regionale Wertschöpfungsketten. „Fast jede dritte Ausbildungsstelle ist in einem Handwerksbetrieb – das ist großartig und muss unterstützt werden“, erklärt der Allgäuer Landtagsabgeordnete Thomas Gehring. Um dem Problem des Fachkräftemangels zu begegnen, müssten die Weichen in der Bildungspolitik anders gestellt und für die Wertschätzung des Handwerks geworben werden.

Pünktlichkeitswerte der Bahn im Allgäu unterirdisch

Pressemitteilung, Kempten/Oberallgäu, 30. Mai 2022, Eine Landtagsanfrage des Abgeordneten Gehring zeigt die katastrophalen Pünktlichkeitswerte der Bahn im Allgäu. Ein Zug gilt in Deutschland als pünktlich, wenn er weniger als sechs Minuten Verspätung hat. In der Schweiz ist nur die Hälfte erlaubt. Im Hauptbahnhof Kempten wird im Jahr 2021 eine Pünktlichkeit von nur 82 Prozent erreicht.
Züge aus Lindau nach Kempten waren nur zu 71 Prozent pünktlich. Vergleichbar schlechte Werte werden in Immenstadt, Hergatz, Oberstdorf, Memmingen und Lindau erreicht. Besonders eklatant sei die Situation bei der Illertalbahn. „Trauriger Spitzenreiter“ ist, so die Antwort auf Gehrings Anfrage, der Zug aus dem Allgäu mit der Ankunft um 20:38 Uhr in Ulm. Dieser Zug war im Jahr 2021 nur zu 48 Prozent pünktlich und damit leider zwar Spitzenreiter aber grundsätzlich keine Ausnahme. Pünktlichkeitswerte von weit unter 80 Prozent sind bei der Ankunft in Ulm die Regel und seien weit unter dem bayerischen Durchschnitt, so Gehring. Folge sei für Reisende aus dem Allgäu, dass Anschlusszüge in Ulm viel zu oft schon „weg sind“.
Gründe für diese Verspätungen im Allgäu sieht Gehring zum einen beim unzureichenden Ausbau der Gleise. So fehlten zweigleisige Streckenabschnitte, sogenannte „fliegende Kreuzungen“, damit Züge sich begegnen und überhohlen können. Aber auch die zum Teil einhundertjahrealte Technik in den Stellwerken, führt im Allgäu zu massiven Verspätungen. Allein die Stellwerke auf der Strecke von Senden bis Oberstdorf verursachten in den vergangen vier Jahren insgesamt über 1000 Störungen. Dies sind beispielsweise Signalstörungen, die dann über Stunden zu massiven Verspätungen und Zugausfällen führen. Gehring hat bereits vor dem Fahrplanwechsel 2022 das Ministerium auf den komplexen Fahrplan der Strecke Memmingen – Lindau hingewiesen. Dort kommt es ebenfalls zu vielen Verspätungen.
„Das Ministerium hat bis jetzt keinen Plan vorgelegt, wie es sich die Zukunft des Bahnverkehrs im Allgäu vorstellt. Bayern schläft!“ stellt der Allgäuer Landtagsabgeordnete Thomas Gehring fest. Grundsätzlich sei zwar der Bund für den Ausbau der Schieneninfrastruktur zuständig, aber ohne eine Initiative des Landes Bayern werde sich auf den Regionalstrecken nichts ändern. Die Regionen und Länder stehen untereinander in Wettbewerb und „hier hat das Allgäu aktuell keine gute Position“ so Gehring. Bayern müsse sich ein Beispiel an Baden-Württemberg nehmen, dass allein 2021 zwanzig Projekte mit einem Umfang von 7,3 Milliarden Euro beim Bund angemeldet habe. „Die bayerische Staatsregierung muss endlich handeln und die Bahn im Allgäu voranbringen. Wir können nicht bis 2037 warten, bis alte Technik im Allgäu ausgetauscht wird,“ stellt Gehring fest. Der Allgäuer Grünen Abgeordnete betont gleichzeitig das enorme Potenzial der Bahn im Allgäu und fordert von der Regierungskoalition in München mehr Engagement für deutlich verbesserte Pünktlichkeit der Eisenbahn im Allgäu.

Pflege am Limit

Pressemitteilung, Kempten/Oberallgäu 16.05.2022 Am internationalen Tag der Pflege hatte der Landtagsabgeordnete Thomas Gehring Pflegefachkräfte aus Kempten und dem Oberallgäu zu einem Austausch mit Andi Krahl, dem Pflegepolitischen Sprecher der Grünen Landtagsfraktion eingeladen.

Andi Krahl, als Abgeordneter immer noch in seinem Beruf als Intensivpfleger tätig, wurde deutlich: „Wenn wir den Pflegenotstand ernsthaft und nachhaltig lösen wollen, muss der professionellen Pflege endlich die Selbstbestimmung zugestanden werden, die sie verdient. Dazu gehört auch die Einführung einer Pflegekammer. Wir müssen die Attraktivität dieses wundervollen Berufes auf mehreren Ebenen steigern und dabei ist vordringlich, die Arbeitsbedingungen, der in der Pflege Tätigen zu verbessern.“

Auf den Pflegekräften laste ein sehr hoher Druck und viele reduzierten konsequent ihre Arbeitszeit oder verließen den Beruf komplett, um dem auszuweichen. Eine Pflegekraft ergänzte: „Ich bin überzeugt, dass wir im Allgäu in einer Höhe über 1200 Meter eine höhere Pflegeversorgungsdichte haben als im Tal, weil auf sehr vielen Alphütten Pflegekräfte als Alphirten arbeiten.“ „Gute Pflege wird im System der Krankenhausfinanzierung zu wenig berücksichtigt“ stellte Thomas Gehring. Sein Fraktionskollege Andy Krahl machte klar, dass es nicht reichen würde die Symptome zu lindern und Probleme zu verschieben. „Wir brauchen eine radikale und tiefgreifende Therapie für das Pflegesystem.“

Sauter-Masken landeten auch in Kempten, Lindau und dem Oberallgäu

Pressemitteilung, Allgäu, 05.05.2022, 132.375 FFP2-Masken aus dem umstrittenen Deal des CSU-Politikers Alfred Sauter sind auch in die Allgäuer Landkreise und die Städte Kempten, Kaufbeuren und Memmingen gelangt. Thomas Gehring, Landtagsvizepräsident und Grüner Landtagsabgeordneter sagt dazu: „Belegt wird diese Aussage durch die Beantwortung einer aktuellen Landtagsanfrage meines Fraktionskollegen Max Deisenhofer“. Das pikante Detail an der Lieferung sei, so Gehring: Die Masken verließen das Pandemiezentrallager erst im Dez. 2020/Januar 2021, allerdings zum im März 2020 verhandelten Preis. Zu diesem Zeitpunkt waren FFP2-Masken im Einzelhandel schon lange zu deutlich günstigeren Preisen erhältlich als zu jenen 3,60 Euro, die die Bayerische Staatsregierung nach Vermittlung von Alfred Sauter im Einkauf an die hessische Textilfirma Lomotex bezahlt hatte. „Das Geschäft im März 2020 kam nur durch das Versprechen einer schnellen Lieferung überhaupt zustande. Davon kann aber bei einer Lieferung, die erst Monate erfolgte, überhaupt keine Rede sein“, so Max Deisenhofer, stellvertretendes Mitglied im „Untersuchungsausschuss Maske“.

Wie die „Augsburger Allgemeine“ berichtet, hat eine technische Prüfung im Zuge des Untersuchungsausschusses des Bayerischen Landtags nun erschwerend ergeben, dass die erste Charge der von Sauter vermittelten Lomotex-Masken aus Sicht des Infektionsschutzes völlig unbrauchbar waren. Die Durchlässigkeit der Schutzausrüstung lag bis um ein Elffaches über dem zulässigen Grenzwert. „Mich schockiert, wie schlecht der Masken-Deal für unseren Freistaat Bayern lief und wie schamlos sich ranghohe CSU-Politiker in einer großen Notlage bereichert haben. Ohne den Druck der Opposition wären das Ausmaß der Affäre und die Folgen für die Bevölkerung noch immer unbekannt. Wir Grüne werden uns im Untersuchungsausschuss weiter für eine konsequente und lückenlose Aufklärung der Maskengeschäfte einsetzen – vor allem, um das Vertrauen ins Parlament wieder herzustellen“, sagt Thomas Gehring.

Der inzwischen fraktionslose Abgeordnete Sauter, der aber noch immer Mitglied der CSU und der CSU-Fraktion im Günzburger Kreistag ist, hat für die Vermittlung von Maskengeschäften der Firma Lomotex mit dem Freistaat Bayern rund 1,2 Millionen Euro kassiert. Dieselbe Summe sollte der ehemalige CSU-Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein bekommen. Im Februar und März 2021 fanden mehrere staatsanwaltschaftliche Durchsuchungen bei den beiden Politikern und in der Günzburger CSU-Kreisgeschäftsstelle statt. Derzeit liegt das Verfahren beim Bundesgerichtshof.


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