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Grüne fordern Recht auf Bildungszeit

Pressemitteilung

Grüner Gesetzentwurf für Bayerisches Bildungsfreistellungsgesetz in Plenarsitzung des Bayerischen Landtags am 12.10.2017

„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern brauchen auch in Bayern endlich einen gesetzlich festgeschriebenen Anspruch auf Bildungszeit. Es ist unerträglich, dass die CSU dies bis heute blockiert,“, erklärt der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring, und verweist auf den grünen Gesetzentwurf für ein Bayerisches Bildungsfreistellungsgesetz in der Plenarsitzung des Bayerischen Landtags am 12.10.2017.

„Weiterbildung und der daraus resultierende Wissen- und Kreativitätszuwachs helfen den Beschäftigten und den Unternehmen gleichermaßen – deshalb braucht Bayern einen Rechtsanspruch auf Bildungsfreistellung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“

Die Landtags-Grünen fordern bezahlte Freistellung zum Zwecke der beruflichen, der allgemeinen, der politischen Bildung und der Bildung für das Ehrenamt – für jede Arbeitnehmerin und jeden Arbeitnehmer. Diese sollen frei wählen können, an welchen Veranstaltungen sie teilnehmen wollen und dafür jedes Jahr fünf bzw. zehn Tage in zwei Jahren nutzen können. „Bayern und Sachsen sind hier Schlusslicht“, so Thomas Gehring. „Wir Grüne sagen: Berufliche und gesellschaftliche Weiterbildung ist eine Investition, die sich lohnt.“

Lehrkräfte mit Fortbildungsoffensive für digitale Klassenzimmer ertüchtigen

Pressemitteilung

Thomas Gehring nennt „Gelingensbedingungen“ für die Vorbereitung bayerischer Schülerinnen und Schüler auf die digitale Welt

Eine veränderte Schwerpunktsetzung fordert der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring, bei der Digitalisierung der Klassenzimmer an Bayerns Schulen. „Wir brauchen eine Fortbildungsoffensive für unsere Lehrkräfte und ein pädagogisches Konzept für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht“, so Thomas Gehring. Er spricht in diesem Zusammenhang von „Gelingensbedingungen“ für die Vorbereitung bayerischer Schülerinnen und Schüler auf die digitale Welt.

Diese Maßnahmen seien zudem Voraussetzungen, dass die Investitionen der CSU-Regierung in digitale Klassenräume am Ende auch Früchte tragen. „Sonst drohen uns erneut Ausstattungsruinen, wie wir sie schon einmal bei den teuren Sprachlaboren hatten“, warnt Thomas Gehring. Parallel zur Investition in Hardware erneuert Thomas Gehring seine Forderung nach dem Einsatz professioneller IT-ManagerInnen an den Schulen. „Computerspezialisten sind für die IT-Ausstattung zuständig – und unsere Lehrerinnen und Lehrer für die Vermittlung von Wissen.“

Ganztagsangebote in Bayern: In Qualität investieren

Pressemitteilung

Thomas Gehring: Acht unterschiedliche Angebote kannibalisieren sich gegenseitig

„In Bayern gibt es acht unterschiedliche Ganztagsangebote – das ist aber leider keine vielfältige Auswahl, sondern ein Wildwuchs, weil sich die Angebote gegenseitig kannibalisieren“, kritisiert Thomas Gehring: „Wir brauchen eine gute und verlässliche Betreuung und Bildung – gerade auch von Kindern im Grundschulalter.“

In Ganztagsschulen können leistungsschwächere ebenso wie leistungsstärkere Kinder durch individualisierende Angebote besser gefördert werden als in Halbtagsschulen. Bisher kommt aber laut der aktuellen Bertelsmann-Studie nur elf Prozent aller Schülerinnen und Schülern an den Grundschulen in Bayern ein Ganztagsangebot zu Gute.

„Beim Durcheinander der Ganztagsangebote blicken weder Eltern noch Kommunen durch. Bayern hat sich unter der CSU-Regierung in Parallelangebote mit unterschiedlichen pädagogischen Qualitäten verstrickt“, so Thomas Gehring. Er fordert ein qualitativ hochwertiges gebundenes Ganztagskonzept. „Für besseres Lernen, mehr Chancengerechtigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen wir Geld in die Hand nehmen: 400 Millionen Euro für Baumaßnahmen und zusätzliches Personal. Insgesamt müssten 1.700 Lehrkräfte und 870 Erzieherinnen und Erzieher eingestellt werden.“

Gegen Lehrermangel und Unterrichtsausfälle: Lehrkräfte flexibel ausbilden!

Pressemitteilung:

Thomas Gehring warnt vor heraufziehenden Qualitätsproblemen an Grund- und Mittelschulen

Ein „heraufziehendes Qualitätsproblem“ an Bayerns Grund- und Mittelschulen sieht der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring. Seine Anfrage (siehe hier) zum Thema Lehrkräftemangel im vergangenen und im laufenden Schuljahr fördert zutage, dass unterjährig ausscheidende Lehrkräfte an diesem Schultyp zuletzt nur noch zu weniger als der Hälfte durch voll ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer mit bestandenem zweiten Staatsexamen ersetzt werden konnten. Gleichzeitig ist auch im laufenden Schuljahr der Anteil der so genannten „Antragsruhestandsberechtigten“ bei Grund- und Mittelschulen mit 4,9 % des Gesamtpersonals am höchsten.

„Die Zahlen zeigen, wie dringlich eine Reform der Lehrkräftebildung in Bayern ist“, betont Thomas Gehring. „Nur wenn wir künftige Lehrerinnen und Lehrer für Schulstufen ausbilden, statt wie bisher für die einzelnen Schulformen, können wir auf derartige Unterversorgungen flexibel reagieren.“ Noch im November werde seine Fraktion deshalb einen Gesetzentwurf für die flexiblere Lehrkräfteausbildung vorlegen. „Die Probleme, die wir heute an unseren Grund- und Mittelschulen haben, kommen morgen bei den Realschulen auf uns zu“, warnt Thomas Gehring.

„Unbefriedigend“ nennt der Grüne Bildungsexperte die aus seiner Anfrage hervorgehenden Zahlen zu Unterrichtsausfällen im zurückliegenden Schuljahr. Mit einem Anteil von über zweieinhalb Prozent ersatzlos ausgefallenen Unterrichtsstunden sind neben den Mittelschulen die beruflichen Schulen hier besonders betroffen – aber auch in den Gymnasien fallen 2,2 Prozent der Stunden ersatzlos aus. „Wenn wir in den kommenden Jahren im Zuge der Digitalisierung einen erhöhten Fortbildungsbedarf für unsere Lehrkräfte haben werden, wird dieses Problem noch drängender“, prognostiziert Thomas Gehring und fordert, die so genannten mobilen Reserven durch mehr Neueinstellungen aufzustocken.

Berufsschule aus Kempten und Marktoberdorf zu Besuch

Rund fünfundvierzig junge Asylbewerberinnen und Asylbewerber kamen auf Einladung des Allgäuer Landtagsabgeordneten Thomas Gehring zusammen mit Ihren Lehrkräften ins Maximilianeum nach München.

Die Schülerinnen und Schüler durften im Rahmen ihrer Ausbildung auch die parlamentarische Arbeit kennenlernen und mit dem Allgäuer Bildungsexperten Thomas Gehring diskutieren.
„Wir wollen lernen. Soviel wie möglich“, betonte ein junger Mann aus Afghanistan. „Wegen Krieg und Gewalt konnten wir das in unserem Land nicht mehr. Selbst wenn wir zurückgeschickt werden, wollen wir die Zeit sinnvoll nutzen und eine gute Ausbildung machen.“

Remigius Kirchmaier, Schulleiter der Marktoberdorfer Berufsschule machte deutlich, dass die Betriebe gerne Praktika und Ausbildungsplätze auch für Asylbewerberinnen anbieten und auf Flüchtlinge als Auszubildende bauen würden. „Im Allgäu sind schließlich rund 600 Lehrstellen nicht besetzt.“ Für die Firmen müsse allerdings sichergestellt sein, dass auf die Versprechungen der Politik Verlass sei und die Jugendlichen während ihrer Ausbildung und den zwei darauffolgenden Praxisjahren nicht abgeschoben werden. Darüber hinaus wünschte sich der Marktoberdorfer Schulleiter, dass auch Schülerinnen und Schüler, die in den Integrationsklassen und Vorklassen unterrichtet werden, nicht abgeschoben werden.
Der Abgeordnete Thomas Gehring weiß um diese Schwierigkeiten und betonte: „Das Schulrecht ist ein Menschenrecht und darf nicht hinter dem Asylrecht anstehen". Nur rund elf Prozent des gesamten Bildungshaushaltes würden in Bayern für berufliche Bildung ausgegeben, obwohl die Zahl der Schülerinnen und Schüler deutlich höher sei, als in anderen Schularten.