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Funktionierende Erziehungspartnerschaft etablieren

München, 22. Juli 2020, Pressemitteilung: Thomas Gehring sieht Lehrerlücke als Grundübel des bayerischen Schulsystems. „Die Corona-Pandemie wirkt im bayerischen Schulsystem wie ein Krisenbeschleuniger“, stellt Thomas Gehring, Sprecher der Landtags-Grünen für Lehrkräfte, fest.

„Gleichzeitig gibt der zuständige FW-Bildungsminister einen schlechten Krisenmanager, weil er die Probleme der fehlenden Lehrkräfte und des schlecht organisierten Tele-Learning-Systems nicht grundlegend angeht, sondern nur eifrig allzu offensichtliche Löcher stopft.“


Der Bildungsexperte der Landtags-Grünen sieht in der Last-Minute-Suche nach 800 so genannten Team-Lehrkräften ein klares Eingeständnis von Minister Piazolo, dass die lange bestrittene Lehrerlücke von 1.400 Lehrkräften „drängende Realität ist und uns in der Coronakrise zusätzlich belastet“. Deshalb müsse es zusätzliche Qualifizierungsangebote und -maßnahmen für Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger geben, um das „Grundübel des bayerischen Schulsystems, die eklatante Lehrerlücke, zu beseitigen“, so Thomas Gehring. „Dies und auch ein Schulbudget zur freien Verfügung, um zusätzliches pädagogisches Personal anzustellen, wären endlich vorausschauende Maßnahmen, mit denen wir das Schulsystem perspektivisch stärken könnten.“


Mit Blick auf die Herausforderungen des nächsten Schuljahrs fordert Thomas Gehring stärkere Anstrengungen, um eine funktionierende Bildungs- und Erziehungspartnerschaft zwischen Schulen, Eltern und – wo nötig – Jugend- und Sozialämtern zu etablieren. „Wir werden voraussichtlich nicht überall ein unterbrechungsfreies Präsenzschuljahr erleben“, so Thomas Gehring, „sondern müssen uns auf Kombinationen von Präsenzunterricht und Homeschooling einstellen und möglicherweise auch auf längere lokale Lockdowns. Wichtig dabei ist, dass Schule und Lehrkräfte nicht noch einmal den Kontakt zu den Kindern verlieren, sondern der Bildungsauftrag auch unter Corona-Bedingungen so gut wie möglich erfüllt wird.“