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Grüner Aschermittwoch im Allgäu

Sulzberg, 26. Februar 2020: „Man muss bei einer Rede zum politischen Aschermittwoch der Versuchung widerstehen populistisch zu werden und andere nur als Feinde zu sehen“ so das zentrale Anliegen von Robert Habeck beim Politischen Aschermittwoch der Grünen im Festzelt in Sulzberg. Stattdessen müsse der politische Diskurs wieder miteinander- statt nur gegeneinander geführt werden. Trotz mancher ernsten Worte des Bundesvorsitzenden der Grünen, gab es für die Besucherinnen und Besucher des vollbesetzten Zelts auch jede Menge zu lachen.
Thomas Gehring, Landtagsvizepräsident, unterhielt mit einer Rede in echtem Allgäuer Dialekt und schlug den Kurs von der Kommunal- bis zur Landtagspolitik. Er wies beispielsweise darauf hin, dass es für Alfons Hörmann schwierig werden könnte beide Hüte, Landrat und DOSB-Präsidentschaft, zu tragen - so "Großkopfad" könne man fast nicht sein. Die Grüne Landratskandidatin Christina Mader, die zu Beginn der Veranstaltung zu Wort kam und ihre Motivation für die Kandidatur darin sieht, dass ihre Kinder in einem weltoffenen und toleranten Allgäu aufwachsen, würde sich Ihrer Tätigkeit stattdessen in Vollzeit und voller Kraft widmen. Der Oberbürgermeisterkandidat Lajos Fischer hielt ein Plädoyer gegen die Gleichgültigkeit.
Der CSU empfahl Thomas Gehring das Grüne Programm nicht nur zu kopieren, sondern auch zu kapieren – das heißt, was gerade aktuell hinsichtlich Klimaschutz in den Wahlprogrammen geäußert wird, dann auch in die Tat umzusetzen. So solle der erklärte Bienenfreund Markus Söder zeigen, was er konkret zum Artenschutz beitragen kann. Generell sei Söders Werteorientierung nicht ganz klar; was aber sicher sei, dass bei ihm die Umfragewerte höchste Relevanz besitzen, so Thomas Gehring. Mit tosendem Applaus wurde anschließend Robert Habeck auf der Bühne begrüßt. Die Festzeltatmosphäre sei etwas ganz Besonderes, so der Bundesvorsitzende. Da träfen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander, alt und jung, Landwirt und Ingenieur. Das böte Chancen für einen echten Austausch, für gemeinsame Erfahrungen und für gelebte Demokratie. Gerade in Zeiten von rechter Hetze im Netz, die häufig zu echter Gewalt auf den Straßen führt, was sich bei dem Attentat von Hanau gezeigt hat. Das gerade Kommunalpolitiker – auch unterschiedlichster Parteien – mit scharfen verbalen, aber auch körperlichen Angriffen zu rechnen haben sei traurige Realität geworden. „Kommunalpolitik ist das Heldenfeld und die Essenz der Demokratie“, so Robert Habeck, deshalb sei es wichtig sich vor Ort zu engagieren. „Wer gehört werden will, muss selbst zuhören“; auch diesen Leitsatz hält er für den Fortbestand unserer Demokratie als unabdingbar. Zum Thema Landwirtschaft äußerte der Grünenvorsitzende Verständnis für die demonstrierenden Landwirte; es sei wichtig, eben nicht mit dem Finger auf die Bauern zu zeigen, sondern gemeinsam mit Ihnen Möglichkeiten zu entwickeln. „Es muss ökonomisch sinnvoll sein, nachhaltig und im Sinne des Tierwohls zu produzieren“. Dazu gehörten beispielsweise faire Preise für Lebensmittel.Aschermittwoch Thomas 2020 2


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