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Volles Haus beim Grünen-Aschermittwoch

Sulzberg, 6. März 2019: Volles Haus und viel Prominenz im "Hirschen" in Sulzberg. Die Kreisverbände Kempten und Oberallgäu hatte zum traditionellen Politischen Aschermittwoch eingeladen und wie die letzten Jahre füllten etwa 450 Besucher*innen Saal und Balustrade.

Die Oberallgäuer Kreissprecherin Christina Mader begrüßte die Zuhörer*innen und freute sich, mit der Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bayerischen Landtag, Katharina Schulze, und dem Vizepräsidenten des Landtages Thomas Gehring gleich zwei hochkarätige Gäste ans Rednerpult bitten zu dürfen. Mit dabei: weitere Grüne Politprominenz, wie die beiden schwäbischen Landtagsabgeordneten Christina Haubrich und Max Deisenhofer sowie die Vizepräsidentin des schwäbischen Bezirkstags Barbara Holzmann.

Den Auftakt machte Thomas Gehring, der wie gewohnt die lokalen Ereignisse der letzten Monate aufs Korn nahm. Von den Problemen der Bahn, wenn es schneit, über das mangelnde Angebot aus der Ökomodellregion bei der Allgäuer Festwoche bis zu den Eigenheiten einzelner Gemeinden. Wobei besonders Kempten, Immenstadt, Sonthofen und Oberstdorf ihr Fett abbekamen. Landrat Klotz und Kemptens OB Kiechle nannte er ironisch ein "Dreamteam" und mit Blick auf die Kommunalwahl spekulierte er, wer denn alles so als Landrätin, Landrat oder Bürgermeister*in antreten könnte.

Den meisten Beifall bekam er dafür, dass durch den gemeinsamen Einsatz von Bürger*innen, Grünen und Naturschützer*innen am Riedberger Horn die geplante Skischaukel verhindert werden konnte. Es folgte ein kurzer Streifzug durch die Landespolitik und die Wahlversprechen von CSU und Freien Wählern, die nach der Wahl nicht gehalten werden: "So wird aus Freibier schnell ein lackes Bier".

"Man hat mir gesagt, dass der Saal voll wird und der Saal ist voll", so Schulze begeistert. Sie fand es großartig, an dem Ort aufzutreten, in dem im Oberallgäu das Volksbegehren Artenvielfalt die meiste Resonanz fand. Fulminant und selbstbewusst stieg Schulze in ihre Rede ein, um die Versäumnisse und Schwächen der Großen Koalition in Berlin und der schwarz-orangen Regierung in München aufzuzeigen. Sie lobte die Schüler*innen, die für ihre Zukunft auf die Straße gehen, lästerte, dass Söder ganz plötzlich sein Herz für die Umwelt entdeckt habe und zeigte sich kampfeslustig, dem Artenschutz zum Durchbruch zu verhelfen. Vor allem der Zusammenhalt Europas liege ihr - mit Blick auf die Europawahl im Mai - am Herzen. Schulze sprach sich für Weltoffenheit, mehr Frauen in der Politik und gegen rechte Hetze und Waffenexporte in Krisengebiete aus. Die Kinderarmut in Deutschland nannte sie "beschämend". "Du bekommst die Welt nicht besser gemeckert - du musst sie besser machen", so Schulzes konstruktiver grüner Ansatz zum Schluss.


Alles in allem ein ausgesprochen zünftiger und unterhaltsamer Abend, an dem sich die ironischen sowie die nachdenklichen Töne die Waage hielten und die Anwesenden bei Speis und Trank auf ihre Kosten kamen. Musikalisch unterstützt von der Blaskapelle Sulzberg.


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