Gegen Lehrermangel und Unterrichtsausfälle: Lehrkräfte flexibel ausbilden!

Gesendet von: Christine Ein 26/10/2017 12:38

Pressemitteilung:

Thomas Gehring warnt vor heraufziehenden Qualitätsproblemen an Grund- und Mittelschulen

Ein „heraufziehendes Qualitätsproblem“ an Bayerns Grund- und Mittelschulen sieht der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring. Seine Anfrage (siehe hier) zum Thema Lehrkräftemangel im vergangenen und im laufenden Schuljahr fördert zutage, dass unterjährig ausscheidende Lehrkräfte an diesem Schultyp zuletzt nur noch zu weniger als der Hälfte durch voll ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer mit bestandenem zweiten Staatsexamen ersetzt werden konnten. Gleichzeitig ist auch im laufenden Schuljahr der Anteil der so genannten „Antragsruhestandsberechtigten“ bei Grund- und Mittelschulen mit 4,9 % des Gesamtpersonals am höchsten.





„Die Zahlen zeigen, wie dringlich eine Reform der Lehrkräftebildung in Bayern ist“, betont Thomas Gehring. „Nur wenn wir künftige Lehrerinnen und Lehrer für Schulstufen ausbilden, statt wie bisher für die einzelnen Schulformen, können wir auf derartige Unterversorgungen flexibel reagieren.“ Noch im November werde seine Fraktion deshalb einen Gesetzentwurf für die flexiblere Lehrkräfteausbildung vorlegen. „Die Probleme, die wir heute an unseren Grund- und Mittelschulen haben, kommen morgen bei den Realschulen auf uns zu“, warnt Thomas Gehring.

„Unbefriedigend“ nennt der Grüne Bildungsexperte die aus seiner Anfrage hervorgehenden Zahlen zu Unterrichtsausfällen im zurückliegenden Schuljahr. Mit einem Anteil von über zweieinhalb Prozent ersatzlos ausgefallenen Unterrichtsstunden sind neben den Mittelschulen die beruflichen Schulen hier besonders betroffen – aber auch in den Gymnasien fallen 2,2 Prozent der Stunden ersatzlos aus. „Wenn wir in den kommenden Jahren im Zuge der Digitalisierung einen erhöhten Fortbildungsbedarf für unsere Lehrkräfte haben werden, wird dieses Problem noch drängender“, prognostiziert Thomas Gehring und fordert, die so genannten mobilen Reserven durch mehr Neueinstellungen aufzustocken.



Druckversion