Ganztagsangebote in Bayern: In Qualität investieren

Gesendet von: Christine Ein 18/10/2017 09:53

Pressemitteilung

Thomas Gehring: Acht unterschiedliche Angebote kannibalisieren sich gegenseitig

„In Bayern gibt es acht unterschiedliche Ganztagsangebote – das ist aber leider keine vielfältige Auswahl, sondern ein Wildwuchs, weil sich die Angebote gegenseitig kannibalisieren“, kritisiert Thomas Gehring: „Wir brauchen eine gute und verlässliche Betreuung und Bildung – gerade auch von Kindern im Grundschulalter.“




In Ganztagsschulen können leistungsschwächere ebenso wie leistungsstärkere Kinder durch individualisierende Angebote besser gefördert werden als in Halbtagsschulen. Bisher kommt aber laut der aktuellen Bertelsmann-Studie nur elf Prozent aller Schülerinnen und Schülern an den Grundschulen in Bayern ein Ganztagsangebot zu Gute.

„Beim Durcheinander der Ganztagsangebote blicken weder Eltern noch Kommunen durch. Bayern hat sich unter der CSU-Regierung in Parallelangebote mit unterschiedlichen pädagogischen Qualitäten verstrickt“, so Thomas Gehring. Er fordert ein qualitativ hochwertiges gebundenes Ganztagskonzept. „Für besseres Lernen, mehr Chancengerechtigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen wir Geld in die Hand nehmen: 400 Millionen Euro für Baumaßnahmen und zusätzliches Personal. Insgesamt müssten 1.700 Lehrkräfte und 870 Erzieherinnen und Erzieher eingestellt werden.“



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