CSU kommt Sorgfaltspflicht gegenüber Lehrkräften nicht nach

Gesendet von: Christine Ein 22/06/2017 13:29

Pressemitteilung

Thomas Gehring kritisiert Weigerung der Landtags-Mehrheit, Gewalt an Lehrerinnen und Lehrern systematisch zu erfassen – Behandlung im Plenum

Gewalt gegen Lehrkräfte bleibt in Bayern ein Tabuthema. Einen Antrag der Landtags-Grünen (siehe hier) zur systematischen Erfassung dieser Fälle lehnte die CSU-Mehrheit im Bildungsausschuss an diesem Donnerstag ab. „Das ist unfassbar“, ärgert sich Thomas Gehring, bildungspolitischer Sprecher seiner Fraktion. „Im Prinzip verweigert sich damit der Arbeitgeber – das CSU-Kultusministerium – seiner Sorgfaltspflicht gegenüber den Lehrerinnen und Lehrern in Bayern.“




Die auch vom Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverband (BLLV) geforderte Erfassung ist in anderen Bundesländern Standard und Voraussetzung für eine wirksame Bekämpfung des Gewaltphänomens an Lehrkräften. Rein statistisch waren laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage in Bayern rund 20 Prozent der Lehrerinnen und Lehrer von psychischer oder sogar physischer Gewalt betroffen, immer öfter auch von Cyber-Mobbing. „Es kann nicht angehen, dass CSU-Minister Spaenle seine Beamten mit diesen Angriffen alleine lässt“, kritisiert Thomas Gehring. Er kündigt an, den Antrag zur Behandlung im Plenum hochzuziehen: „Bis dahin hat die CSU Zeit, auf den Weg der Vernunft einzuschwenken.“



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