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Berufliche Bildung: Weichen stellen

Pressemitteilung

Thomas Gehring fordert Offensive für berufliche Bildung in Bayern

„Das mantraartige Wiederholen ihrer Wichtigkeit hilft der beruflichen Bildung nicht weiter“, kommentiert der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring, den „Pakt für Berufliche Bildung“ zwischen CSU-Regierung und Wirtschaftsverbänden. „Es muss entsprechend investiert und es müssen wichtige Weichen gestellt werden – das wurde bisher von der CSU-Regierung versäumt.“

Die beruflichen Schulen seien seit Jahren finanziell unterversorgt, eine „hundertprozentige Unterrichtsversorgung liegt in weiter Ferne, die Ausstattung für digitale Bildung ist unzureichend – dazu ist die Gleichwertigkeit zwischen akademischer und beruflicher Bildung nicht mehr als ein Lippenbekenntnis“, so Thomas Gehring. Bei der beruflichen Integration von Flüchtlingen werde regelrecht blockiert: „Die Betriebe übernehmen die Verantwortung für die Integration, von der CSU-Regierung aber bekommen sie laufend Knüppel zwischen die Beine geworfen.“

Thomas Gehring fordert angesichts der zunehmenden Fachkräfteengpässe, dem hohen Stellenwert der beruflichen Bildung und einer verantwortungsvollen Arbeitsmarktpolitik in der Einwanderungsgesellschaft eine Offensive für berufliche Bildung in Bayern.

Mehr Geld für die berufliche Bildung!

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Thomas Gehring fordert Verzehnfachung zusätzlicher Haushaltsmittel für Berufsschullehrkräfte und kritisiert Ausbildungshemmnisse für Flüchtlinge

„Wir müssen bei unseren Berufsschulen von der Unterversorgung zur Topversorgung kommen“, fordert der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring. Am Tag vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres kritisiert er, dass die Lehrkräfteversorgung an Bayerns beruflichen Schulen nur zu 90 Prozent gesichert sei. Die von der Staatsregierung zum Nachtragshaushalt 2017/18 geforderten 50 zusätzlichen Lehrerstellen könnten den zusätzlichen Bedarf an den 120 Berufsschulen nicht decken.

Was wir brauchen, ist eine Verzehnfachung der Bemühungen“, so Thomas Gehring, dessen Fraktion 25 Millionen Euro für zusätzliche Berufsschullehrkräfte und 30 Millionen Euro für die bessere Ausstattung der Schulen im Zuge der Digitalisierung fordert.

Scharfe Kritik übt Thomas Gehring auch an den immer schärferen Vorschriften des CSU-Innenministeriums für die Aufnahme einer Ausbildung durch Flüchtlinge. „Der Fachkräftemangel ist das große Zukunftsthema für unsere Volkswirtschaft“, so Thomas Gehring. In jeden Flüchtling, der in Deutschland im Rahmen der 3+2-Regelung eine Ausbildung aufnehme, sei gut investiert – „egal ob er uns später im Arbeitsmarkt zur Verfügung steht oder mit dem erworbenen Wissen in seine Heimat zurückkehren kann.“
In Bayern leben derzeit rund 20.000 ausbildungsfähige Afghanen, die in der Regel noch Jahre im Land bleiben werden und in den Betrieben als Auszubildende hochwillkommen sind.

Grüne fordern Recht auf Bildungszeit

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Grüner Gesetzentwurf für Bayerisches Bildungsfreistellungsgesetz in Plenarsitzung des Bayerischen Landtags am 12.10.2017

„Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern brauchen auch in Bayern endlich einen gesetzlich festgeschriebenen Anspruch auf Bildungszeit. Es ist unerträglich, dass die CSU dies bis heute blockiert,“, erklärt der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring, und verweist auf den grünen Gesetzentwurf für ein Bayerisches Bildungsfreistellungsgesetz in der Plenarsitzung des Bayerischen Landtags am 12.10.2017.

„Weiterbildung und der daraus resultierende Wissen- und Kreativitätszuwachs helfen den Beschäftigten und den Unternehmen gleichermaßen – deshalb braucht Bayern einen Rechtsanspruch auf Bildungsfreistellung für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.“

Die Landtags-Grünen fordern bezahlte Freistellung zum Zwecke der beruflichen, der allgemeinen, der politischen Bildung und der Bildung für das Ehrenamt – für jede Arbeitnehmerin und jeden Arbeitnehmer. Diese sollen frei wählen können, an welchen Veranstaltungen sie teilnehmen wollen und dafür jedes Jahr fünf bzw. zehn Tage in zwei Jahren nutzen können. „Bayern und Sachsen sind hier Schlusslicht“, so Thomas Gehring. „Wir Grüne sagen: Berufliche und gesellschaftliche Weiterbildung ist eine Investition, die sich lohnt.“

Lehrkräfte mit Fortbildungsoffensive für digitale Klassenzimmer ertüchtigen

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Thomas Gehring nennt „Gelingensbedingungen“ für die Vorbereitung bayerischer Schülerinnen und Schüler auf die digitale Welt

Eine veränderte Schwerpunktsetzung fordert der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring, bei der Digitalisierung der Klassenzimmer an Bayerns Schulen. „Wir brauchen eine Fortbildungsoffensive für unsere Lehrkräfte und ein pädagogisches Konzept für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht“, so Thomas Gehring. Er spricht in diesem Zusammenhang von „Gelingensbedingungen“ für die Vorbereitung bayerischer Schülerinnen und Schüler auf die digitale Welt.

Diese Maßnahmen seien zudem Voraussetzungen, dass die Investitionen der CSU-Regierung in digitale Klassenräume am Ende auch Früchte tragen. „Sonst drohen uns erneut Ausstattungsruinen, wie wir sie schon einmal bei den teuren Sprachlaboren hatten“, warnt Thomas Gehring. Parallel zur Investition in Hardware erneuert Thomas Gehring seine Forderung nach dem Einsatz professioneller IT-ManagerInnen an den Schulen. „Computerspezialisten sind für die IT-Ausstattung zuständig – und unsere Lehrerinnen und Lehrer für die Vermittlung von Wissen.“

Ganztagsangebote in Bayern: In Qualität investieren

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Thomas Gehring: Acht unterschiedliche Angebote kannibalisieren sich gegenseitig

„In Bayern gibt es acht unterschiedliche Ganztagsangebote – das ist aber leider keine vielfältige Auswahl, sondern ein Wildwuchs, weil sich die Angebote gegenseitig kannibalisieren“, kritisiert Thomas Gehring: „Wir brauchen eine gute und verlässliche Betreuung und Bildung – gerade auch von Kindern im Grundschulalter.“

In Ganztagsschulen können leistungsschwächere ebenso wie leistungsstärkere Kinder durch individualisierende Angebote besser gefördert werden als in Halbtagsschulen. Bisher kommt aber laut der aktuellen Bertelsmann-Studie nur elf Prozent aller Schülerinnen und Schülern an den Grundschulen in Bayern ein Ganztagsangebot zu Gute.

„Beim Durcheinander der Ganztagsangebote blicken weder Eltern noch Kommunen durch. Bayern hat sich unter der CSU-Regierung in Parallelangebote mit unterschiedlichen pädagogischen Qualitäten verstrickt“, so Thomas Gehring. Er fordert ein qualitativ hochwertiges gebundenes Ganztagskonzept. „Für besseres Lernen, mehr Chancengerechtigkeit und Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen wir Geld in die Hand nehmen: 400 Millionen Euro für Baumaßnahmen und zusätzliches Personal. Insgesamt müssten 1.700 Lehrkräfte und 870 Erzieherinnen und Erzieher eingestellt werden.“