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Grüne erinnern an „vergessene Nahverkehrsprojekte“ in ganz Bayern

Pressemitteilung

Thomas Gehring, MdL: Müssen den Menschen überall zu ökologisch wünschenswerter Bahnanbindung verhelfen

Bayerns CSU-Regierung feiert an diesem Donnerstag Spatenstich für eines der teuersten Nahverkehrsprojekte in der Geschichte Bayerns. In München entsteht für knapp vier Milliarden Euro ein zweiter S-Bahn-Tunnel. Über 90 Prozent der Kosten werden dabei entweder direkt vom Freistaat Bayern übernommen oder für den Bund – der die Hälfte der Baukosten schultern soll – über viele Jahre vorfinanziert.

„Ab dem kommenden Jahr können andere wichtige Verkehrsprojekte in Bayern dann nicht mehr finanziert werden“, warnt Grünen-Landtagsabgeordneter Thomas Gehring, „denn sowohl die Fördermittel des Bundes für den Schienennahverkehr als auch die freistaatlichen Regionalisierungsmittel werden komplett für die Münchner Stammstrecke benötigt.“ Dies geht aus einer Anfrage (Anhang) des verkehrspolitischen Sprechers der Landtags-Grünen, Markus Ganserer hervor. Innenminister Joachim Herrmann spricht darin offiziell von einer „Mittelkonkurrenz“ zwischen der Münchner S-Bahn-Röhre und anderen Nahverkehrsprojekten.

„Unsere Befürchtungen, dass dieses Megaprojekt den Ausbau des Nahverkehrs in ganz Bayern über Jahre lahmlegen wird, scheinen sich auf schlimme Art zu bestätigen“, so Thomas Gehring. Gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus der Landtagsfraktion startet er parallel zum Münchner Spatenstich deshalb die Kampagne „Alternativer Spatenstich“, mit der auf „vergessene Verkehrsprojekte“ in Bayern hingewiesen werden soll.

Thomas Gehring weist besonders auf den fehlenden Lückenschluss zwischen Landsberg (Lech) und Schongau hin. Laut Schätzung des Bund Naturschutz wären dafür etwa 20 Millionen Euro erforderlich. Allerdings ist dieses 28,7 km lange Teilstück noch nicht einmal im Bundesverkehrswegeplan 2030 dargestellt, ein Baubeginn ist daher nicht absehbar. Thomas Gehring: „Um den Menschen in der Region wieder zu einer ökologisch wünschenswerten Bahnanbindung zu verhelfen, dürfen wir das Geld jetzt nicht komplett in München vergraben“