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runder Tisch: Digitalkunde als Schulfach

München, 19. Juni 2018: Das Lernen mit und über digitale Medien muss fest in das Bildungsangebot unserer Schulen integriert werden, davon sind die bayerischen Grünen fest überzeugt. „Die Einführung eines neuen Fachs ‚Digitalkunde‘ als eigenständiger Lernbereich“, so der bildungspolitische Sprecher der Landtags-Grünen, Thomas Gehring, „ist dabei einer unserer Ansatzpunkte.“

2018 06 19 Fachgespraech Digitalkunde2Bestehende Fächer sollen dadurch aber nicht verbannt werden, im Gegenteil. Durch intelligente Fächerverbindungen und Projektlernen können unter anderem Inhalte neu und vertieft vermittelt werden. Andere Länder, wie Frankreich, Belgien und Japan machen es vor.

Gemeinsam mit verschiedenen Expertinnen und Experten sowie mit knapp 20 Akteurinnen und Akteuren der bayerischen Bildungslandschaft wurde vertieft über das breit gefächerte Thema "Bildung in der digitalen vernetzten Welt" gesprochen.

Als Referentinnen und Referenten wurden Prof. Dr. Klaus Himpsl-Gutermann und Magister Margit Pollek aus Wien begrüßt, die über ihre Erfahrungen mit der seit diesem Schuljahr in Österreich verbindlich eingeführten Übung „Digitale Grundbildung“ berichteten. Aus dem einzigen deutschen Bundesland, das sich schon auf den Weg gemacht hat, digitale Bildung in dem eigenen Fach „Digitale Welten“ zu verankern, war Michael Dziemba von der Technischen Universität Berlin angereist. Die Gäste erfuhren aus erster Hand, welche positiven Aspekte und welche Herausforderungen sich sowohl in Österreich als auch in Berlin ergeben haben und konnten bei einem angeregten Gespräch viele neue Ansatzpunkte und Ideen mitnehmen. Thomas Gehring wies darauf hin, dass zunächst die Politk gefragt sei, denn "ohne genügend Geld für eine zeitgemäße Ausstattung, ohne Verankerung bereits im Lehramtsstudium und ohne Finanzierung von IT-Verantwortlichen an jeder Schule werden wir anderen Ländern bei der Digitalisierung weiter hinterherhinken. Wenn an unseren Schulen im Schnitt maximal 16MBit ankommen, dann können vielleicht zwei Klassen parallel im Internet recherchieren, während die Schulleitung womöglich schon keine e-Mails mehr abrufen kann".